Noch ein Monat

Hallo ihr Lieben,
Bald geht es los noch ungefähr ein Monat dann bin ich weg – ein Jahr Philippinen. Vor ein paar Tagen hatten wir, die anderen 24 Freiwilligen und ich von World Horizon unser Vorbereitungsseminar in den Alpen. 10 Tage ohne Strom, Netz und nur mit kaltem Wasser. Ein heftiges Outdoor Paket mit klettern, viel wandern und teambuilding Aktionen gab es dazu. Außerdem habe ich nochmal einiges über mein bevorstehendes FSJ erfahren. Wie das mit dem Visum läuft und wann dann endlich mal mein Flug gebucht wird usw.

Die Philippinen bestehen aus 7107 Inseln und haben ca. 100 Millionen Einwohner, davon etwa 1 Millionen Straßenkinder. Ich werde auf der Insel Negros zuhause sein und in dem Projekt “Kalipay“ arbeiten. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt die Zahl der Straßenkinder zu senken und mehr Kindern eine Perspektive in ihrem Leben zu schenken. Kalipay ist in zwei so genannte “projects“ aufgeteilt: Das “Haven Home“ und das “Recovered Treasures“. Das Haven Home ist eine Kurzaufenthaltsstelle und befindet sich in Bacolod, der Hauptstadt von Negros. Wenn die Kinder von der Straße kommen müssen sie erstmal medizinisch und psychisch versorgt werden. Hier arbeiten Psychologen, viele Hausmütter und Frewillige die den Kindern dabei helfen wieder Menschen zu vertrauen und die vergangen Schicksalsschälge zu vergessen bzw. zu verarbeiten. Im Haven Home befinden sich außerdem großteils jüngere Kinder. Wenn die Kinder bereit sind ein neues Leben anzufangen und das alte hinter sich lassen können komme sie in das Recovered Treasures kurz gesagt RT. Das RT befindet sich in Bago City, ca 30min mit dem Jeepney (ein Philippinischer bunt angemalter Bus) von Bacolod entfernt. Hier kommen die Kinder in Art kleine Familien. Sie leben mit mehreren Kinder und einer Hausmütter zusammen. Außerdem besuchen sie die hauseigenen Schule und bekommen ein neues Leben und eine Zukunft geschenkt. Kalipay hat ca. 100 Kinder und ist eine Non Profit Organisation. Die Hilfe der Frewilligen ist sehr wichtig. Sie kommen aus der ganzen Welt um die Kinder zu bespaßen zu unterrichten oder in der Verwaltung mitzuhelfen. Allerdings sind es oft Freiwillige die nur 2-3 Monate bleiben.
Anfang August geht es dann dort auch für mich hin. Aber zum Glück nicht alleine – Lukas der andere World Horizon Freiwillige geht auch in dieses Projekt. Wir werden zusammen von Frankfurt aus fliegen und müssen 2 mal umsteigen um an unser Ziel zu gelangen. Eine große Reise liegt vor uns und ich denke wir sind beide froh diese nicht alleine bestreiten zu müssen. Lukas und ich werden wahrscheinlich nicht im gleichen “project“ arbeiten sonder einer im Haven Home und der andere im RT. Aber wir dürfen das auch mitentscheiden und da arbeiten wo wir uns wohlfühlen.

Was werden wir in Kalipay machen ?
Wir werden das Lehrer Team unterstützen mit den Kinder und Jugendlichen viel spielen und unsere eigenen Ideen umsetzten. Beispielsweise habe ich vor mit den Kindern viel Musik zu machen und ihnen so Freunde zu bereiten. Wir haben die Freiheit unsere Ideen umzusetzen und somit bei Kalipay aktiv mitzuwirken.

Wo werden wir leben ?
Lukas und ich werden die ersten Monate in den Projekt selber Leben, dh. wir bekommen dort ein Zimmer und Leben ziemlich nah bei den Kindern. Auf Dauer ist dies aber wohl sehr anstrengend und World Horizon versucht eine Gastfamilie für uns zu finden. Allerdings gestaltet sich das sehr schwierig, da die Insel Negros sehr ländlich liegt und die Menschen oft sehr arm sind. Filipinos sind oft übergastfreundlich und bieten dem Gast alles an was sie haben, auch wenn sie dafür mehrere Tage hungern müssten. Oft fühlen sich die Familien nicht in der Lage jemanden aufzunehmen da sie meinen ihm nicht genug bieten zu können. Lukas und ich habe die Möglichkeit uns eine Wohnung zu nehmen und dort eine WG zu gründen. Das bezahlt natürlich World Horizon. Wir ziehen diese Möglichkeit in Betracht und lassen alles mal auf uns zukommen.

Mein Abitur habe ich auch bestanden und ich hatte einen tollen Abi Ball. Jetzt laufen die Vorbereitung auf Hochtouren. Ich bin schon sehr gespannt was mich auf den Philippinen alles erwarten wird und ob ich mit den Menschen, der Kultur und dem Klima dort klar kommen werde. Ich sehe dem Jahr sehr positiv entgegen und freue mich euch regelmäßig davon zu berichten.

Ganz liebe Grüße,
Hannah

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