Recovered Treasures und eine große Neuigkeit

Hallo ihr Lieben,

fast 2 Monate waren Lukas und ich jetzt im Haven Home. Es war wirklich schön und hilfreich dort die erste Zeit zu sein, da man die Stadt leicht kennen lernen konnte und sich erst mal nur mit den kleinen von Kalipay beschäftigt hat. Wie schon öfter erwähnt ist das Recovered Treasures weiter außerhalb und gehört auch schon zu der nächsten Stadt. Nachdem ich jetzt weiß wie ich zu den drei Malls, coolen Bars, leckeren Restaurants, Kramläden usw. gelange, ging es vor ein paar Tagen ins RT. Zwei Monate bei Kalipay und die meisten Kinder kenne ich immer noch nicht. Das RT befindet sich auf dem Land und ist sehr groß. Es gibt ein großes Activity Centre in dem öfters Aktionen gemacht werden, Geburtstagspartys geschmissen werden und auch jeden Sonntag ein Gottesdienst gehalten wird.

14585800_1122226414528885_817284680_oDas Activity Centre

Die Kinder schlafen größten Teils alle zusammen in einem großen Raum, dabei sind Jungs und Mädchen natürlich getrennt. Genau wie im Haven gibt es einen Zeitplan, wann es Essen gibt und von wann bis wann etwas zu tun ist. Die Kinder (zwischen 5 und 17 Jahre) haben unter der Woche von 8 bis 16 Uhr schule. Lukas und ich haben dann gar nichts zu tun und schauen mal wo wir helfen können. Der Staff hier ist wirklich sehr nett und ich fühle mich wohl. Hier im RT gibt es ein eigenes Haus, bzw. eine Bungalow Reihe für die Freiwilligen. Die Zimmer sind wirklich sehr schön, haben viele Betten für Freiwillige und ein eigenes Bad.

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Da momentan nur Lukas und ich im RT sind, hat jeder von uns ein wirklich großes Zimmer für sich alleine. Allerdings sind wir seit ein paar Tagen drei Freiwillige. Eine Spanierin (die allerdings halb Deutsche ist) leistet uns für ein halbes Jahr Gesellschaft. Sie ist wirklich sehr nett und ich denke das wir viel Spaß haben werden. Lukas und ich werden allerdings nur noch bis zum nächsten Sonntag hier im RT bleiben.

14599880_1122226541195539_2070657509_oDer Spielplatz der Kinder. Drum herum sind die Schlafräume und die Küche.

Okay, ich kann nicht länger warten ich muss es jetzt erzählen … Wir haben eine Wohnung gefunden !! Von Anfang an war schon geplant, dass Lukas und ich uns eine Wohnung nehmen werden. Wir verstehen uns ganz gut und können uns vorstellen ein Apartment zu teilen. Allerdings war es gar nicht so einfach ein Apartment zu finden, denn wir hatten ein paar Kriterien: Es muss möbliert sein, sicher sein, 2 Schlafzimmer haben, in unserer Preisklasse liegen und am besten noch zwischen Haven und RT sein. Oft war es der Fall das uns Apartments vorgeschlagen worden sind, die aber nur ein Schlafzimmer hatten. Aber wir wollten schon lieber unserer eigenes Zimmer haben. Generell denken die meisten Menschen hier, dass wir ein Pärchen sind. Das ein Mädchen und ein Junge miteinander reden, rumlaufen, einkaufen gehen… das kommt nicht so oft vor und da ist die Kultur einfach komplett anders als in Europa. Letztendlich haben wir dann das für uns perfekte Apartment gefunden. Die sicherste Variante zu wohnen ist die, dass man ein großes Tor vor seinem Haus hat, was man nur von innen öffnen kann. Dazu sollte man noch in einem Viertel wohnen, dass als sicher gilt. Das Apartment ist quasi der hintere Teil des Hauses unserer Vermieterin, allerdings komplett separat mit eigener Tür usw. Wir teilen uns nur das Tor. Die Vermieterin die rund um die Uhr zuhause zu sein scheint macht uns Tag und Nacht auf. Wir müssen sie nur kurz anrufen. Wenn wir allerdings Nachts spät nach Hause kommen sollten, sollen wir ihr eine Uhrzeit sagen wann wir wieder da sind, damit sie uns aufmacht. Ich bin so erleichtert, dass wir etwas gefunden haben, dass so sicher ist und wo wir uns wirklich wohl fühlen können. Achja, das Apartment ist in Bacolod City. Nein, leider ist es nicht zwischen RT und Haven aber die Bus Station von wo aus der Bus in Richtung RT fährt ist nicht so weit. Am 10.Oktober werde ich dann zum ersten Mal alleine oder auch in einer WG wohnen. Nach 19 Jahren ist es dann soweit. Und wer hätte gedacht, dass das am anderen Ende der Welt sein wird. Bilder folgen wenn wir dann in der Wohnung sind. In den kommenden Monaten werden wir also für uns selber kochen und einkaufen müssen. Ja, ich freue mich drauf. Denn ehrlich gesagt vermisse ich das deutsche Essen schon ein bisschen. 3 Mal am Tag Reis und Fleisch ist einfach zu viel. Außerdem wird frittiert bis zum umfallen. Ich freue mich darauf Obst und Gemüse zu kaufen und mir einfach mal ein Salat zu machen. Ich glaube so etwas wie einen grünen Salat mit Essig und Öl kennen die hier kaum, oder mögen die Filipinos auch einfach nicht. Dabei kann man hier dafür sogar alles kaufen. Ich habe vor Sonntag und Montag im Haven Home zu verbringen und Donnerstag bis Samstag im RT. Mittag gegessen wird in der jeweiligen Einrichtung und abends geht es dann wieder nach Hause.

14550860_1122226554528871_1878607576_oDer Weg zum „Staff-House“

Vom RT aus dauert es fast eine Stunde bis zu unserer Wohnung, aber die Freiwilligen vor uns haben das auch so gemacht, also werden wir das auch schaffen. Ich freue mich auf meinen kommenden Alltag und darauf im RT mehr Zeit zu verbringen, mit den Kindern Musik zu machen und auch Ausflüge zu machen, die wir selber planen werden. Achja und hier wird rund um die Uhr über mein Aussehen gesprochen. Mir wird sehr oft gesagt das ich sehr hübsch bin oder schöne Augen habe. Mich haben sogar schon einige Kinder gefragt ob ich vielleicht Kontaktlinsen trage. Außerdem wird mir oft gesagt das ich aussehe wie eine Barbie, was ich aber zu 110% nicht bin 😀 Durch mein europäisches Aussehen bekomme ich hier immer noch jede Menge Aufmerksamkeit, vor allem in der Öffentlichkeit. Aber so langsam gewöhne ich mich da dran. Am Montag Abend wurde Tina veraschiedet, da sie nach einem ganzen Jahr jetzt wieder nach Hause fliegt. Es war sehr schön, da die Kinder für Tina gesungen und getantzt haben. Allerdings sind Tina die Kinder so sehr ans Herz gewachsen, dass es für sie sehr schwer war „Good Bye“ zu sagen und es sind viele Tränen geflossen. Mal schauen wie das bei mir in einem Jahr ist.

Liebe Grüße an euch alle da draußen wo immer ihr auch gerade seid und „halong“ („Pass auf dich auf“ auf Ilonggo/Philippinisch)

Hannah

Vom Hausmutter sein über die Zahl „funf“ zum alleine Jeepney fahren

Hallo ihr Lieben,

schon wieder war der Staff auf einem Seminar und wir waren die Hauseltern. Wir bekommen zwar einen „ersatz Staff“ der uns unter die Arme greift, aber im Vergleich zum letzten mal waren die Leute nicht so sympathisch und haben nicht so gut geholfen. Also hatten wir einiges zu tun. Die Kinder zum Essen überreden, teilweise füttern, Milch anrühren, Vitamine geben, ja auch mal öfter den Hintern abwischen… .Dazu hat die Lehrerin uns auch noch gebeten Unterricht zu machen, was wir aber eher weniger umgesetzt haben, da wir oft einfach zu müde waren und keine Motivation hatten. Außerdem war auch noch ein Großteil der Kinder krank. Das heißt Erbrochenes wegmachen, Fieber messen… Wie ihr seht, hatten wir einiges zu tun. Wir haben auch noch eine schöne Aktion mit den Kindern gemacht. Draußen auf dem Hof am Haus, wo meisten die Autos stehen haben Lukas und ich ein großes Spinnennetz mit Kreide gemalt und sie darauf Fangen spielen lassen: Die Spinne – der Fänger durfte sich nur auf den Linien bewegen, die Kinder durften die Linien (das Netz) allerdings nicht berühren. Danach haben wir das Netz mit den Kindern noch ausgemalt.

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Nach 4 Tagen die jeweils 14 Stunden gingen hat es dann aber auch gereicht. Jetzt ist der Staff wieder da und der Alltag ist wieder eingekehrt. Es ist momentan kühler als sonst und deshalb sind auch hier viele krank. Auch ich bin etwas angeschlagen mit Halsschmerzen und leichter Temperatur, aber schlimm ist es nicht. Damit ihr wisst was ich mit einem Temperatur Unterschied meine: Es ist momentan nur um die 25grad warm. Was hier wirklich etwas frisch ist. Normalerweise haben wir zwischen 30 und 35 Grad. In Richtung Dezember (also bei uns Winter) wird es hier nur noch heißer (40-45Grad). Man gewöhnt sich aber wirklich schnell an die Hitze und es stört einen gar nicht mehr so doll, wenn man einfach nur dauerhaft schwitzt.

Tina unsere Mit-freiwillige (sie fliegt allerdings in ein paar Tagen nach Hause) war kurzzeitig in Deutschland und hat uns Gitarren Saiten mitgebracht, die meine Eltern mit ein paar anderen Sachen zu ihr geschickt haben. Die Studenten mit denen wir hier unter anderem zusammen leben, haben eine ganz gute Gitarre, allerdings wirklich schlechte Saiten. Sie haben sich so gefreut als sie endlich mit schön klingenden Saiten spielen konnten. Außerdem war auch ein Kapodaster dabei und jetzt wird nur noch rauf und runter gespielt und gesungen. Die Studenten haben fast alle richtig tolle Stimmen und können schön Gitarre spielen.

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Zwei der Studenten beim Aufziehen der neuen Gitarren Saiten.

Achja und es wird mit den Studenten nicht nur Gitarre gespielt und gesungen sondern auch Deutsch gelernt. Lukas und ich unterrichten jetzt jeden Sonntag Deutsch. Alle der 7 Studenten (Die zwischen 16 und 22 sind) haben Interesse daran und so macht das Unterrichten bislang auch sehr Spaß. Wir haben angefangen mit Zahlen, Begrüßungen und der Aussprache von „ch“ und „sch“. Das war sehr wichtig, da wenn man sich selbst vorstellt und statt „Ich“, „Isch“ sagt, kann es passieren das ein „Ich heiße Hannah“ zu einem „Ischeiße Hannah“ wird. Und das ist bei der Begrüßung meistens nicht so vorteilhaft 😀

Der Unterricht ist lustig vor allem auch wenn es um die berühmten Umlaute geht. Denn der Buchstabe Ü ist gar nicht so einfach auszusprechen und dann ist es keine fünf mehr, sondern eher eine funf. Also müssen wir üben üben üben.

Neulich waren wir in der größten Schule hier in Bacolod, da einige Kinder von Kalipay dort etwas aufgeführt haben. Als wir dort ankamen sind wir völlig aus den Socken gefallen. Die Schule war riesig. Okay in dem ganzen Komplex gab es alles vom Kindergarten bis zum College. Sie hatten sogar eine eigene Arena. Man kann es wirklich Arena nennen, da sie wirklich riesig war, mit einer großen Bühne und überall Sitzplätzen. Die Schule hatte in dieser Woche eine Art Schulfest und jede Klasse/Kurs hat etwas vorbereiten. Manche haben essen gemacht und verkauft, andere haben einen Horror Raum gemacht oder auch einen Film gezeigt. Als wir vom eignen Pool einem großen Sportplatz usw. gehört haben waren wir wirklich platt. So etwas großen Komplex habe ich selten gesehen und ich fand es unglaublich beeindruckend.

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Am letzten Samstag bin ich zum ersten Mal alleine Jeepney, Bus und Tricycle gefahren. In den letzten zwei Monaten habe ich immer alles mit Lukas zusammen gemacht, was auch wirklich cool war, aber natürlich muss man auch lernen alleine in einem fremden Land, in dem man jetzt 1 Jahr leben wird klar zu kommen. Also habe ich mich am Samstag morgen aufgemacht und bin ins RT gefahren um dort Tina beim Email Exchange zu unterstützten und mir das mal anzuschauen. Der Mit-freiwillige von Tina hat vor einiger Zeit diese Aktivität gegründet. Er hat sich Laptops vom Staff und von Freiwilligen ausgeliehen, für alle Kinder eine Email Adresse gemacht und den Kindern gezeigt wie man das Email Programm benutzt. Die Kinder sind begeistert davon und schreiben Emails an ehemalige Freiwillige oder andere Leute. Außerdem dürfen sie nachdem sie etwas geschrieben haben noch im Internet surfen, was ihn mittlerweile noch mehr Spaß macht. Ich werde dieses Email Exchange Programm weiter machen und habe mich dann dazu entschlossen mir das mal anzuschauen. Also bin ich alleine los getuckert. Nachdem mich die Hausmutter etwas schief angeschaut hat, weil ich ganz alleine losgehen wollte, stieg ich kurz danach in den Jeepney Richtung Bus Terminal. Schon auf dem weg dorthin haben die Leute mich einfach nur angestarrt. Eine Blonde, große Frau (ja auch wenn ich die kleinste in meiner Familie bin), ganz alleine auf der Straße. Im Jeepney war es dann auch nicht anders. Wenn man sich auf der Straße frei bewegt, wird einem schon ziemlich oft hinter her gerufen, einem gesagt das man hübsch ist und und und. Aber vor allem starren die Leute einen nur an. Als ich dann am Bus Terminal ziemlich schnell den Bus gefunden habe der nach Bago City fährt legte sich meine Nervosität. Ich sagte dem Busfahrer wo genau ich aussteigen muss und bezahlte, die umgerechnet 50Cent für die 30 Minütige Fahrt. Angekommen nahm ich mir ein Tricylce und war dann endlich im RT. Die ganze Fahrt vom Haven zum RT hat ca. 1 Stunde gedauert.

Am Donnerstag, den 29.09 geht es dann ins RT. Wir haben jetzt fast zwei Monate hier im Haven Home gewohnt und mit den Kleinen gearbeitet. Jetzt wollen wir auch mal die andere Einrichtung von Kalipay sehen, das Recoverd Treasures. Hier leben die größeren Kinder. Mal sehen wie das so wird. Die Kinder sind von 9 bis 16 Uhr in der Schule, also gibt es unter der Woche gar nicht so viel zu tun für uns. Mal schauen ob wir vielleicht woanders mit anpacken können. Ich freue mich schon das Leben dort kennenzulernen. Wenn Lukas und ich in Bacolod eine Wohnung gefunden haben, haben wir vor zwischen dem RT und dem Haven zu wechseln. Also 3 Tage RT, 2 Tage Haven, 2 Tage frei ist momentan noch der Plan, aber wir werden sehen. Erstmal muss eine Wohnung gefunden werden.

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Hier laufen übrigens überall Geckos rum und eine Weisheit sagt, dass wenn man einen sieht es Glück bringt. Neulich hat sich ein ganz kleiner auf meinem Laptop verirrt.

 

Ganz liebe Grüße von der anderen Seite der Welt,

Hannah

PS. Das sind winzige  Bananen auf meinem Beitragsbild. Einfach ein kleiner Happen.

 

4 Days off

Hallo ihr Lieben,

nach der letzten anstrengenden Woche, in der wir auch nicht unsere freien Tage hatten, haben wir uns erstmal ein bisschen Pause verdient. Wir haben jede Woche zwei Tage frei und können uns unsere Tage auch aufsparen. Das heißt wir können sie wann anders benutzen und uns beispielsweise auch mal eine Woche frei nehmen, wenn wir so viele Tage angespart haben. 2 plus 2 ergibt 4, also stand unserem ersten Urlaub nichts mehr im Wege. Es ging mit dem Schiff auf eine der Nachbar Inseln – Guimaras Island. Es ist eine „Robinson Crusoe“ Insel wie der Reiseführer so schön sagt. Überall sind Pflanzen, uralte Bäume und unglaublich viele Tiere leben dort. Außerdem gibt es riesige Felsen aus Vulkangestein. Die Anreise zu unserem Hotel war schon wirklich sehr spannend. Erst mit dem Schiff und danach mit einem Tricycle eine ganze Stunde lang. Die Tricycles sind nicht für große Europäer gemacht (und so groß bin ich ja noch nicht mal). Also den Kopf ein bisschen einziehen und einfach nur schauen das man bei fast 80kmh nicht aus dem Ding rausfällt. Gekostet hat die Stunde Fahrt 400Pesos also 8Euro und das sind schon Touristen Preise. Angekommen in unserem Resort (Cabugan Adventure Resort) waren wir ein bisschen überrascht, denn es war wirklich kein einziger Gast dort. Das heißt, wir hatten das ganze Resort für uns. Wir hatten ein tolles Zimmer mit Blick auf das Meer und die vielen grünen Inseln. Man konnte sich dort kostenlos Kanus ausleihen und auf einem ziemlich großen, vom Meer abgetrennten, Gewässer herumfahren.

Am nächsten Tag hatten wir eine Inselhopping Tour. Diese war nicht inklusive, aber auch nicht teuer. Es hat sich auch wirklich gelohnt. Wir konnten mehrere kleine Inseln sehen, Korallen, verschiedenste Fischarten und Seesterne bestaunen, auf einen Aussichtsturm klettern und auf einer Sandbank im kristallklaren Wasser baden.

Außerdem waren wir in einer Höhle voller Fledermäuse. Was mich ziemlich beeindruckt hat, waren die Bäume die hier im Salzwasser wachsen. Nein, keine Algen, sondern richtige Bäume. Die Wurzeln waren sehr lang und dick und reichten bis aus dem Wasser.

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Nachdem ich mir mal wieder (trotz mehrfachem Eincremen) einen Sonnenbrand geholt habe ging es zurück ins Hotel. Momentan ist nicht die Saison für viele Gäste, denn wir haben Regenzeit und der Himmel ist oft bewölkt das Meer ist nicht so blau und natürlich regnet es auch viel. Das Essen war sehr gut, auch wenn sie nicht alles was auf der Karte stand da hatten. Klar, ein relativ kleines Resort muss sich auch in den schweren Zeiten über Wasser halten und kann nicht alles anbieten. Auch der kleine Strand den sie hatten, war nicht sonderlich gepflegt. Nach 3 Tagen in dem „Adventure Resort“ hat es uns dann dort auch gereicht. Denn so viel Adventure konnten sie einem nicht bieten wie wir es erwartet hätten. Also machten wir uns auf zu einer anderen Insel – Inampulungan Island. Diese Insel liegt zwischen Guimaras Island und Negros, der Insel auf der ich zuhause bin. Die Anreise war etwas schwierig. Der Tricycle Fahrer setzte uns in einem ganz kleinen Dorf am östlichen Rand Guimaras ab. Das letzte Resort war so nett und hat uns Telefonnummern von dem Resort gegeben wo wir hinwollten. Diese haben wir alle durchprobiert und haben immer wieder neue Nummern bekommen. Wir mussten das Hotel erreichen das uns jemand dort abholt. Die Menschen in dem Dorf waren super Hilfsbereit. Sie haben uns geholfen das Hotel zu erreichen (was etwas schwierig war, weil man kaum Empfang hatte) und uns zu sich nach Hause eingeladen. Während Lukas also mit einer netten Dame versucht hat jemanden zu erreichen saß ich bei einer Familie, die kein Englisch konnte am Küchentisch. Nachdem wir anderthalb Stunden in diesem Dörfchen gewartet hatten kam dann endlich ein Boot und brachte uns in das Resort. Dort angekommen wurden wir erstmal mit einer Blumenkette begrüßt. Das Resort war riesig, toll gepflegt mit einem Pool und schönen Zimmern/Häuschen. Von den Kosten her war dieses Hotel noch nicht einmal teurer als das kaum vergleichbare Adventure Resort. Beim Einchecken wurde uns auch hier mitgeteilt, dass sie zu Zeit keine Gäste haben, also schon wieder, ein ganzes Resort nur für uns. Lukas hatte am 9. September Geburtstag, was auch ein Grund für unseren kleinen Urlaub war. Also haben wir die letzte Nacht mit gutem Essen, Cocktails und Bier verbracht. Der Besitzer des Hotels war super freundlich, er hatte Lukas sogar angeboten sein Geburtstag im Pool zu feiern. Dort wäre dann ein Tisch rein gestellt worden, Getränke geliefert worden… Naja, wir wollten lieber am Meer feiern. Also ließ der Besitzer die ganze Nacht das Licht am Strand für uns an. Angestoßen haben wir dann um Mitternacht in einem Badewannen warmen, glasklaren Meer mit einem Bierchen in der Hand. Ein tolles Erlebnis, umgeben von weißem Sand und Palmen.

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Am nächsten Morgen ging es für uns dann auch wieder zurück nach Hause. Das Boot des Hotels hat uns direkt nach Negros gefahren, so mussten wir einfach nur noch einen Jeepney nehmen und waren fast zuhause. Das Hotel war total super und ich könnte mir vorstellen dort auch mal ein paar mehr Tage zu verbringen, denn man konnte auch noch Wanderungen, Mountainbike Touren, Inselhopping usw. machen. Als wir in Bacolod ankamen wurde uns direkt mitgeteilt das wir momentan einen „Burnout“ haben. Ab und zu, ca. einmal im Monat gibt es einen Tag lang in ganz Bacolod kein Strom und kein Wasser. Wozu das gut ist weiß hier irgendwie niemand. Abends sind wir dann noch in eine Bar gegangen, mit ein paar Freunden hier aus Bacolod. Durch eine Freiwillige die hier aus Bacolod kommt haben wir schnell ein paar wirklich nette Einheimische in unserem alter kennengelernt. So jetzt beginnt wieder der Alltag und wir müssen uns ein paar neue Aktivitäten für die Kinder einfallen lassen. Falls ihr tolle Ideen habt für ziemlich grobmotorische Kinder im Alter von 2-5 Jahren, lasst es mich wissen. Auch über Rückmeldung zu meinen Blogposts freue ich mich sehr.
Liebe Grüße von den Philippinen,
Hannah

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4 Tage Hauseltern

Hallo ihr Lieben,
nach meinem sehr verzweifelten Blogpost am letzten Dienstag möchte ich euch mal berichten wie es mir so ergangen ist die letzten vier Tage. Von Dienstag bis Freitag waren Lukas und ich die Hauseltern, denn nur wir beide waren die jenigen die hier auch wohnen und arbeiten. Das heißt, vier Tage die Verantwortung für 18 Kinder. Die anderen Frauen, die hier mit uns gearbeitet haben waren Freunde oder Verwandte der Hausmütter. Allerdings waren wir zusammen mit dem Koch nur 8 Leute im Haus, normalerweise sind wir doppelt so viel. Also fuhr der ganze Staff, am Dienstag teilweise und Mittwoch komplett, auf ein Seminar und wir waren hier alleine. War schon ein bisschen merkwürdig, dass kaum einer da war außer natürlich die Kinder. Am Dienstag haben wir mit unseren geplanten Aktivitäten für die Kinder gestartet. Wir haben Handabrücke in Salzteig gemacht und diese dann lange gebacken bis sie richtig hart waren. Am Mittwoch haben wir diese dann angemalt, was auch wirklich gut geklappt hat. Man muss bedenken, dass die Kinder sehr grobmotorisch sind. Es war ein bisschen schwierig den geeigneten Ort für die anmal-Aktion zu finden, denn es gab keine Unterlage die wir auf den Tisch legen konnten, dass er von den Acryl Farben nicht verschmutzt wird. Irgendwie hat mich das sehr gewundert, denn eine Unterlage zum Basteln, Kleben und Anmalen findet man fast überall wo mit Kinder gearbeitet wird. Also sind wir nach draußen gegangen. Auf den Hof vor dem Haus haben wir Pappkartons gelegt und die Kinder malen lassen. Aber auch Klamotten die schmutzig werden können hatten sie nicht, also habe ich für sie alle ein kleines Kleid aus einem Müllsack gemacht. Das sah wirklich lustig aus, aber niemand hat sich bekleckert.

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Am Donnerstag haben wir Schnur-Telefone gebaut. Ich denke sowas kennt jeder, zwei Pappbecher eine Schnur und schon kann man miteinander kommunizieren. Aber diese mit den Kindern überhaupt zu bauen war teilweise sehr schwierig. Denn eigentlich haben wir ihnen ihre Telefone gebaut. Bisher habe ich nur mit Kindern im Grundschulalter gearbeitet und dies ist jetzt wirklich ungewohnt für mich, zu wissen was können die Kinder und was ist vielleicht zu schwierig. Als die Telefone dann fertig waren und wir ihnen mit Hilfe einer Studentin versuchten zu erklären wie man sie benutzt, waren sie kurzzeitig auch wirklich begeistert davon. Eine Minute später kam auch schon das erste Kind angerannt, weil sein Becher kaputt sei. Also wurden kurz darauf die Becher eher für das Herumtragen von Lego Duplo (was sie vor kurzem von einer Freiwilligen beschenkt bekommen haben) benutzt. Naja okay. Am Freitag hatten wir eigentlich vor aus Toiletten Papier-Rollen Rasseln zu bauen. Aber wir hatten nicht genug Rollen gesammelt und wir waren auch sehr unmotiviert. Denn jeden morgen um 6 Uhr aufzustehen 14 Stunden dauerhaft mit den Kindern zusammen zu sein, zerrt wirklich stark an den Nerven. Lukas und ich haben uns wie sonst auch nur mit den älteren Kindern im Haven Home beschäftigt und mit den die Aktionen gemacht. Geholfen hat uns eine junge Frau die philippinisch kann und die Kinder wirklich gut im Griff hatte.
Wie sieht es aus mit der Autorität ? In den drei Tagen kann man schon sagen das meine Autorität etwas gestiegen ist. Manche Kinder fangen an auf mich zu hören und bemerken schon das ich aufgebracht bin wenn ich sie anmecker und laufen nicht lachend weg. Bei anderen Kindern dagegen hat sich allerdings nichts geändert und sie lachen mich aus und zeigen mir keinerlei Respekt. Lukas und ich haben jeden Mittag versucht die drei Jungs zum schlafen zu bringen und das hat auch ganz gut geklappt. Manchmal bin ich mir nicht sicher was besser hilft, sie anzuschreien, um somit die Wut auszudrücken (so machen es oft die Hausmütter), oder das Kind einfach mal auf den Schoß zu nehmen und ihm versuchen klar zu machen, dass es jetzt schlafen muss oder das es was falsch gemacht hat. Diese drei Tage haben mich wirklich weiter gebracht. Ich habe noch größeren Respekt vor den Hausmüttern und den Frauen die hier helfen. Sie leisten eine unglaublich tolle Arbeit und haben eine große Geduld. Ich habe gemerkt wie schwierig es ist Kinder unter Kontrolle zu halten und ich bin einfach nur beeindruckt wie sie das machen und wie viel Liebe hinter dem Ganzen steckt. Vom 20. bis zum 24. September hat der ganze Staff wieder ein Seminar und das ganz Spektakel geht von vorne los. Ich bin mal gespannt wie es dann wird.
Liebe Grüße von den Philippinen,
Hannah

3 Wochen Philippinen

Hallo ihr Lieben,

3 Wochen ist es jetzt schon her, seitdem ich hier angekommen bin. Die Zeit vergeht wirklich schnell. Heute erzähle ich euch mal ein bisschen was ich alles schon erlebt habe und was ich hier so mache.

Kinder – hier im Haven Home sind, wie schomal erwähnt die 0-4 jährigen wovon wir uns aber hauptsächlich mit den 2-4 jährigen beschäftigen. Morgens haben die Mädchen Vorschule, nachmittags die Jungs. Was ich etwas komisch finde ist, dass die Kinder hier erst die Vorschule haben und danach in den Kindergarten kommen und danach erst zur Grundschule gehen. Die Lehrerin wohnt 3 Stunden entfernt von hier, kommt aber trotzdem meistens jeden Tag unter der Woche. Wenn sie nicht hier ist sollen Lukas und ich den Unterricht übernehmen. Bisher haben wir das zwei mal gemacht und es läuft nicht wirklich gut. Die Kinder sprechen so gut wie kein Englisch. Dh. die Wörter die sie können sind meistens nur Farben, Tiere und die Zahlen von 1-10. Außerdem haben wir momentan vor den Kindern noch keine große Authorität. Oft wenn wir versuchen ihnen zu vermitteln das sie was falsch gemacht haben (beispielsweise einem anderen Kind ein Spielzeug geklaut haben) rennen sie lachend weg und nehmen uns nicht wirklich ernst. Das ist nicht so einfach und so macht uns das Unterrichten momentan nicht so sehr spaß. Allerdings planen wir Aktionen mit ihnen, wie zum Beispiel einen Handabdruck in Salzteig machen, Rasseln bauen… Noch haben wir keine davon umgesetzt aber ich werde berichten wie dies gelaufen ist. Diese Woche (29.08-02.09) sind die meisten Leute, besonders die Hauseltern und die Sozial Arbeiter auf einem Seminar. Das heißt das wir mehr Verantwortung übernehmen und bei allem ein bisschen mehr anpacken müssen. In dieser Woche machen wir auch unsere geplanten Aktionen. Ich hoffe sehr das alles gut geht und wir danach nicht komplett K.O. sind.

14151924_1090720291012831_966478985_o.jpgLukas und ich beim Testen der Salzteig Aktion.

Auch unsere freien Tage Dienstag und Mittwoch haben wir nicht. Aber diese können wir uns dann aufsparen und mal ein paar Tage mehr frei nehmen. An einem unser letzten freien Tage waren wir in einem Resort. Dies ist nicht weit entfernt, nur eine halbe Stunde mit dem Bus. Bei Resort denkt man immer an ein tolles großes Hotel und teure Preise. Das war hier etwas anders. Um überhaupt in das Resort reinzukommen musste man 50 Pesos (1€) zahlen. Dann gab es dort mehrere Pools, einen Butterfly Garten, Hot Springs (Heiße Quellen) und die Möglichkeit 6 Wasserfälle zu sehen. Alles diese Dinge hat dann nochmal etwas Geld gekostet, aber auch nicht viel. Leider konnte man nur einen der 6 Wasserfälle sehen, da es zu gefährlich wäre zu den anderen zu gehen, da momentan Regenzeit ist und somit hohe Rutschgefahr besteht. Der eine an dem wir waren, war dennoch atemberaubent. Das Beitragsbild ist auch in dem Resort entstanden. Am Ende unseres Tages dort haben Lukas und ich uns noch eine einstündige Massage gegönnt, die umgerechnet nur 8€ gekostet hat. Und das sind schon Resort-Preise. Generel lieben die Filipinos es massiert zu werden und ich kann nur sagen, wie Tiefenentspannt ich danach war.

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Jeden Sonntag fahren wir mit den Kleinen ins RT (Recoverd Treasures) um dort zu Kirche zu gehen. Den gestallten die Kinder dort selbst und vorallem sind sie musikalisch dabei sehr aktiv . Die unruhige Fahrt zurück (durch kaputten und schotter Straßen) wirkt für die Kinder irgendwie einschläfernd.

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Mittlerweile waren Lukas und ich schon wirklich oft in der Stadt und finden uns immer mehr zurecht. Wir wissen wie man mit dem Jeepney in die Stadt kommt und wie man von dort aus zur Mall läuft. Das Jeepneyfahren war am Anfang auch nicht so einfach. Wenn man in ein Jeepney einsteigen will muss mal es vom Straßenrand aus ran winken, denn es gibt keine offiziellen Stops. die Jeepneyfahrer können oft kein Englisch also mussten wir zwei wichtige Wörter lernen: „Bayad“ was so viel heißt wie „bezahlen“ und „Lugar Lang“ was „Stop oder anhalten“ bedeutet.

14113887_1090720377679489_757389641_oBacolod City, einige Jeepneys stehen am Straßenrand.

Viel mehr Philippinisch kann ich bisher auch noch nicht. Doch, ein Wort: Danke heißt „Salamat“. Aber die Grundlagen möchte ich in Zukunft lernen, damit ich ein bisschen was verstehe worüber so geredet wird.
Lukas und ich sind auf einer Suche nach einer Wohnung hier in Bacolod. Eine lokale Freiwillige hat uns angeboten, dass ihre Familie ein Haus hat was sie uns zeigen könnte. Letzten Samstag haben wir uns das dann mal angeschaut. Die Wohnsiedlung sah schonmal gut aus, security am Eingang und sehr nett aussehende winzige Häusschen. Das waren sie leider auch von innen. Man kam in das Haus rein und stand in einem kleinen Wohnbereich von dem drei Türen abgingen. Also gingen wir als erstes ins Schlafzimmer, welches wirklich schön aber auch klein war. Dann gab es ein Badzimmer was nicht wirklich späktakulär war und die dritte Tür führte nach draußen… ja, die Küche ist draußen. Schon ein bisschen merkwürdig. Leider gibt es aber hier nur ein Schlafzimmer und Lukas und ich hätten schon gerne etwas Privatsphäre in unseren eigenen vier Wänden. Außerdem liegt dieses Häusschen auch sehr weit entfernt vom RT. Da wir dort täglich hinfahren werden, sind insgesamt 3 Stunden Fahrtzeit durch die versmogte Innenstadt wirklich zu viel. Wir schauen momentan nach Apartments die möbiliert, sicher und in guter Lage sind und das ist wirklich nicht gerade einfach, vorallem wenn man nicht all zu viel Geld ausgeben möchte. Allerdings bezahlt man für die teuersten Apartments auch nur 450€ (inklusive Nebenkosten). Wir schauen weiter und haben auch schon das ein oder andere im Blick welches wir uns mal anschauen könnten. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten.
DIe Kinder haben fast alle Läuse!! Das scheint hier aber auch ganz normal zu sein, sie werden zwar mindestens ein Mal am Tag mit einem Läusekamm gekämmt, aber anscheinend nicht intensiv genug. Läuse sind hier sehr weit verbreitet. Als ich den Hausmüttern erzählt habe, dass als ich früher wenn ich Läuse hatte, meine Kuscheltiere, Kissen und Decken eingefrohren oder heiß gewaschen hab, waren sie ganz erstaunt.
Heute ist eine der Studentinnen in ein Messer, was auf dem Boden lag getreten (oft machen die Studenten ihr Essen draußen auf dem Boden). Der betroffene Zeh hat nicht aufgehört zu bluten, bis ich den Vorschlag gemacht habe den Fuß mal hochzulegen. Wieder waren die drum herum stehenden Leute ganz verwundert und meinten ob wir das in Deutschland so machen würden. Ehrlich gesagt habe ich von sowas auch keine Ahnung, aber ich dachte mir wenn man ihn hochlegt strömt nicht mehr so viel Blut zu der betroffenen Stelle. Im Endeffekt hat es auch funktioniert. Danach war ich aber sonderlich überrascht denn statt den Zeh zu verbinden kam unser Koch mit einer Pflanze mit kleinen Blättern an. Er zerrieb sie in seinen Händen so das der Saft der Blätter zum Vorschein kam und legte die zerriebenen Blätter auf die Wunde. Man erzählte mir, dass diese Pflanze eine antibiotische Wirkung hätte und immer auf Wunden jeglicher Art gelegt wird. Da war ich schon wirklich sehr überrascht.

14139421_1090721064346087_1941655469_oDie Pflanze kam zum Einsatz (ich habe leider vergessen wie sie heißt).

Achja neulich war es dann auch bei mir soweit, ich habe zum ersten mal mit den Fingern gegessen. Dadurch das der Reis so klebrig ist, ist das garnicht so schwer aber dennoch ungewohnt. Die Filipinos essen oft mit den Fingern, wenn man Gabel und Löffel (Messer gibt es meistens nicht) benutzt wirkt das schon sehr fein und gepflegt.

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Wovon ich totaler Fan geworden bin, sind die Früchte. Mangos sind super süß, Bananen sind so klein und süß und eine Menge neue Früchte habe ich entdeckt. Zum Beispiel die rote Frucht mit den Stacheln (Die Stacheln sind weich): „Rambobin“ und die gelbe Frucht: „Lansones“. Beides ist ungefähr so wie eine Litschi nur die gelbe Frucht ist etwas bitter.

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Hier ist noch ein Bild von drei Mädchen mit ihren Kalipay T-shirts. Leider darf ich nicht alle Kinder im Internet zeigen, deswegen der Smiley/Sticker.

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Das war es erstmal von mir, ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und ich freue mich über Feedback.
Liebe Grüße von der anderen Seite der Welt,
Hannah

 

 

 

Frankfurt – Manila – Bacolod

Hallo ihr Lieben,
Ich habe immer mal wieder in dem letzten Tag wenn ich Zeit hatte etwas geschrieben, viel Spaß beim lesen.
Es ist 1:40Uhr und ich liege in Manila im Bett von Judiths Gastmutter. Ja, eigentlich sollte ich schlafen denn um halb 3 kommt auch schon der Taxifahrer der Lukas und mich wieder zurück zum Flughafen bringt, aber durch die Aufregung, die Hitze und die Zeitverschiebung funktioniert das nicht so richtig.
Okay, fangen wir mal von vorne an. Am Freitag Abend ging es dann los, nachdem meine Familie und zwei Freudinnen sich von mir am Flughafen verabschiedeten. Ein paar Tränen sind zwar geflossen, aber ich habe mir den Abschied schwerer vorgestellt. Der Flug war super, besonders das Essen. Turkish Airlines hat tolle moderne Flieger mit einem super Unterhaltungsprogramm und tollem Essen. Das ihnen das wichtig ist, merkte ich auch kurz vor der Landung in Manila, als ich ein Fragebogen ausfüllen sollte der sich nur auf die Zufriedenheit und Verbesserungsvorschläge des Essen bezog.13951000_1072696926148501_515730273_o

Das Einreisen ging auch leichter als erwartet. Wir mussten einen Zettel ausfüllen den wir abgeben mussten. Unsere Visas und Passports wurden kontroliert – das wars, kein kritisches Nachgefrage oder sonst etwas. Dann noch schnell die Koffer geholt und schon waren wir mit Betty, Judiths Gastmutter unterwegs zu ihrem Apartment. Wir kamen um 19 Uhr Ortszeit an und es war richtig dunkel draußen, außerdem hat es in Strömen geregnet. Wir haben uns ein Taxi genommen und sind ungefähr eine halbe Stunde gefahren. Verkehrsregeln ? Gibt es nicht, jeder fährt wie und wo er will, hupt so oft es nur geht und um so dichter man aneinander fährt umso besser. Schon verrückt. Der Flughafen liegt in einem sehr armen aber auch sehr dicht bevölkerten Teil Manilas. Es war richtig viel los auf den Straßen überall standen kleine Wagen die Essen verkauften, frisch gewaschene Wäsche würde direkt an der Straße aufgehangen und überall herschte Leben und Freude. Die Häuser (wenn man es so nennen kann) waren aus allem möglichen zusammen gebaut und die Kinder pakten bei allen Arbeiten mit an. Außerdem hat es geregnet wie am Spieß und die Straßen waren zu dem ganzen Verkehr total mit Wasser überlaufen. Die Hitze war wirklich extrem, vorallem da wir davor 20 Stunden uns nur in klimatisierten Räumen aufgehalten haben. Man schwitzt so doll, aber irgendwie interessiert das auch keinen denn alle schwitzen. Bei Betty sind wir erstmal duschen gegeangen. Hier gibt es nur kaltes Wasser, was aber wirklich erfrischend ist. Leider fängt man allerdings unmittelbar nach der Dusche direkt wieder an zu schwitzen. Ich habe nicht viel von Manila gesehen, allerdings habe ich vor das in meinem kommenden Jahr noch zu ändern. GOPR0802.JPG

So, es ist 4 Uhr morgens und Lukas und ich sitzen am Flughafen und warten aufs boarding. Jetzt geht es weiter nach Bacolod. Gerade mussten wir unser Gepäck aufgeben und durften allerdings nur jeweils 10kg mitnehmen. Bei Turkish Airlines waren 30kg erlaubt. Um mein ganzes Übergepäck zu bezahlen hatte ich nicht genug Geld umgetauscht, also habe ich jetzt ein bisschen mehr Handgepäck und ein leeren Koffer (denn man darf anscheinend so viel Handgepäck mitnehmen wie man will), naja wenn es das jetzt bringt. Auch die Kontrollen sind ganz anders als in Deutschland oder Europa, viel ungenauer. Man kann alles an sich behalten und muss auch keine elektronischen Sachen rauslegen. Einfach das ganze Handgepäck direkt durch den Scanner.
Angekommen in Bacolod. Ich bin momentan im Haven Home, hier leben Kinder zwischen 0 und 7 Jahren und die Studenten. Der Blogbeitrag über meine Ankunft kommt so bald wie möglich.
Liebe Grüße von den Philippinen,

Hannah